Konrad Huber, Einer gleich einem Menschensohn

Huber, Konrad. Einer gleich einem Menschensohn: Die Christusvisionen in Offb 1,9-20 und Offb 14,14-20 und die Christologie der Johannesoffenbarung. Neutestamentliche Abhandlungen, N.S., 51. Münster: Aschendorff, 2007. viii + 361 pp. ISBN: 3402047993

Dr. Konrad Huber (b. 1965), Professor für Neues Testament an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (formerly extraordinary professor of NT, University of Innsbruck), argues that the explicit visions of Christ function as a key and guidelines for the understanding of the intention and text pragmatics of the entire work (by the way, my own research confirms that, but my overall interpretation is different from that of Konrad Huber).

Accordingly, Huber analyses Rev 1:9-20 and 14:14-20, employing a broad range of methods. On the basis of this results, Huber examines the structural and thematic correspondences between these two texts and the other visions of Christ in Revelation 5 and Revelation 19 in order determine the specific contributions of the Son of Man-visions.

Huber concludes that the Christology of Revelation is a separate and not less important voice among the other NT Christological emphases. Huber’s understanding of the purpose of this presentation of Jesus Christ is quite traditional: to encourage and urge the Christians to persevere steadily and without compromise in their faith in a situation of troubles and peril.

As I cannot link directly to the author’s German abstract (Synopsis) on the publisher’s website, I include it here for:

Die Offenbarung des Johannes vermittelt ihre Botschaft hauptsächlich in Form von Bildern Metaphern und Symbolen und sie tut das vorwiegend im Rahmen von Visionsschilderungen. Die expliziten Christusvisionen erweisen sich dabei geradezu als Schlüssel- und Leitbilder für das Verständnis von Aussageintention und Textpragmatik des gesamten Werkes.

Auf diesem Hintergrund unternimmt die vorliegende Arbeit zunächst eine eingehende Textanalyse jener beiden Christusvisionen in Offb 1,9-20 und Offb 14,14-20, in denen Christus in der Figur des Menschensohngleichen geschaut wird. Mit Hilfe eines möglichst breit angelegten methodischen Vorgehens wird das darin entworfene, in sich vielschichtige Christusbild in seinem literarischen und motiv- bzw. traditionsgeschichtlichen Umfeld erhellt und profiliert erarbeitet. Im Anschluss daran fragt die Arbeit nach den Bezugsmomenten zwischen den beiden Texten sowie nach ihren strukturellen Entsprechungen und thematisch-inhaltlichen Übereinstimmungen mit den übrigen beiden Christusvisionen in Offb 5 (Lamm) und Offb 19 (Reiter auf weißem Pferd). Die besondere Stellung und der je spezifische Beitrag dieser Christusbilder im Rahmen des christologischen Gesamtkonzepts der Johannesoffenbarung treten damit deutlich in den Blick. Zugleich zeigt sich darin erneut, dass dem Werk des Sehers Johannes eine durchaus eigenständige, keineswegs minder wichtige Stimme im Konzert der vielfältigen christologischen Ansätze innerhalb des Neuen Testaments zukommt.

Funktion einer derart visionär vermittelten Präsentation Jesu Christi ist es, die Christen in ihrer konkreten, von Bedrängnissen und Gefährdungen gekennzeichneten Situation zu standhaftem, kompromisslosem Durchhalten im Glauben zu ermuntern und aufzufordern.

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